Tagesarchiv: 5. Januar 2012

101 Namen von hingerichteten Gefangenen veröffentlicht

Zamaaneh, 5. Januar 2012 – Die Webseite „International Campaign for Human Rights in Iran“ [ICHRI] hat Namen von 101 Gefangenen veröffentlicht, die zwischen Juni und Dezember 2010 im Gefängnis Vakilabad in der iranischen Stadt Mashhad heimlich hingerichtet wurden. Weiterlesen

Die Mütter vom Laleh Park fragen: „Wer gefährdet die nationale Sicherheit?“

Kouhyar Goudarzi

RFE/RL, 5. Januar 2012 – Die „Mütter vom Laleh-Park“ – früher bekannt als die „Trauernden Mütter Irans“, eine Gruppe von Müttern, deren Kinder während der Unruhen nach der Präsidentschaftswahl von 2009 getötet oder inhaftiert wurden – haben die Namen von sieben Unterstützer/innen veröffentlicht, die in den letzten Monaten wegen ihrer Aktivitäten zu Haftstrafen verurteilt wurden. Zwei davon sitzen zur Zeit im Gefängnis.

Die Gruppe ist wegen ihrer stillen öffentlichen Proteste u. a. im Teheraner Laleh-Park unter Druck seitens der Behörden geraten. Mit den Protesten wollten sie auf die Situation der politischen Gefangenen aufmerksam machen.

In einer Erklärung der Gruppe heißt es, während die Verantwortlichen für die Folterung und Tötung von Aktivisten weiterhin unbehelligt ihre Verbrechen begehen könnten, würden die Frauen und Mütter, die sich in ihrem Kampf um ihre Grundrechte und die Rechte ihrer Kinder nicht zum Schweigen lassen bringen wollen, weiterhin schikaniert und bedroht. Weiterlesen

40 Hinrichtungen in fünf Tagen

RAHANA, 5. Januar 2012 – In den letzten fünf Tagen sind in mehreren Städten der Islamischen Republik Iran insgesamt 40 Menschen durch den Strang hingerichtet worden. Weiterlesen

Aktivist Sohrab Razzaghi zu 20 Jahren Haft verurteilt

Sohrab Razzaghi

Zamaaneh, 5. Januar 2012 – Der iranische Aktivist und ehemalige Professor der Allameh-Tabatabaei-Universität ist zu 20 Jahren Haft und einer Geldstrafe in Höhe von 550.000 Euro verurteilt worden.

Wie die Organisation „International Campaign for Human Rights in Iran“ [ICHRI] berichtet, wurde das Urteil von Richter Salavati in Teheran gefällt. Razzaghi lebt zur Zeit in den Niederlanden.

Razzaghi wies das Urteil zurück und erklärte, er habe während des gesamten Verhörprozesses alle gegen ihn vorliegenden Anklagen abgestritten; die Staatsanwaltschaft habe kein einziges Beweisstück vorlegen können, das das Gegenteil belegt hätte. Weiterlesen