Tagesarchiv: 13. Januar 2012

Studentischer Aktivist Peyman Aref erneut ins Evin-Gefängnis bestellt

Peyman Aref

Jaras/Persian2English, 13. Januar 2012 – Peyman Aref, studentischer Aktivist und Mitglied der [reformorientierten Partei] „Iranische Nationale Front“, ist von Abteilung 2 des staatsanwaltschaftlichen Büros „Shahid Moghaddas“ im Evin-Gefängnis vorgeladen worden. Aref war erst im Dezember 2011 aus der Haft entlassen worden.

Mit einer schriftlichen gerichtlichen Vorladung, die er am Donnerstag erhielt, wurde Aref aufgefordert, sich innerhalb der nächsten drei Tage bei der Staatsanwaltschaft zu melden. Sollte diese neueste Vorladung eine Verhaftung nach sich ziehen, wäre dies für ihn die vierte Inhaftierung seit der Präsidentschaftswahl von 2009.

Peyman Aref ist ein herausragender Student der Teheran-Universität. Er wurde vom Studium ausgeschlossen und ist somit ein sogenannter „Stern-Student„. Zum ersten Mal wurde er am 17. Juni 2009 verhaftet. Seine zweite Verhaftung erfolgte am 10. Februar 2010, die dritte am 30. Oktober 2011. Weiterlesen

Saeed Jalalifars Fall liegt noch immer beim Berufungsgericht

Saeed Jalalifar

CHRR, 13. Januar 2012 – Der Fall des in erster Instanz zu 3 Jahren Haft verurteilten Menschenrechtsaktivisten Saeed Jalalifar liegt noch immer ungelöst im Berufungsgericht, nachdem Jalalifar gegen das Urteil protestiert hatte.

Jalalifar, ein Mitarbeiter bei CHRR, war am 29. November [2009] in seiner Wohnung verhaftet und ins Gefängnis gebracht worden. Nach fast 4 Monaten Haft wurde er Ende März 2010 gegen eine 100.000 Dollar Kaution freigelassen. Weiterlesen

„Reporter ohne Grenzen“ fordert UN-Unterstützung für iranische Journalisten

Zamaaneh, 13. Januar 2012 – Laut „Reporter ohne Grenzen“ wird die Situation für iranische Journalisten und Blogger und die Freiheit des Informationsflusses in Iran immer kritischer.

In einem Brief an die UN-Kommissarin für Menschenrechte Navi Pillay äußert sich die Organisation zutiefst besorgt über die „eskalierende Repression gegen Journalisten, Netizens und Mitglieder der Zivilgesellschaft sowie die zunehmende Onlinezensur in Iran.“

Gegen iranische Journalisten und Internetnutzer werde seit den Ereignissen nach der umstrittenen und von Wahlbetrugsvorwürfen überschatteten Präsidentschaftswahl von 2009 ein „gnadenloser Krieg“ geführt, heißt es in dem Schreiben weiter. Frau Pillay wird aufgefordert, „mit aller Entschlossenheit bei den iranischen Behörden zu intervenieren, um die Hinrichtung zweier iranischer Netizens – Saeed Malekpour und Vahid Asghari – zu verhindern, deren Todesurteile kürzlich von iranischen Gerichten bestätigt wurden.“

„Reporter ohne Grenzen“ fordert Frau Pillay zudem auf, sich für die Freilassung von 29 Journalisten und 21 Netizens einzusetzen, die derzeit in iranischen Gefängnissen sitzen.

Übersetzung aus dem Englischen
Quelle: Radio Zamaaneh