Tagesarchiv: 18. Januar 2012

Drogenmissbrauch im Iran: erschreckende Zahlen

Transparency for Iran, 18. Januar 2012 – Sechs Millionen Euro werden im Iran täglich für Drogen ausgegeben, alle zwei Minuten werden anderthalb Kilogramm Rauschgift beschlagnahmt – so die offiziellen Zahlen. Experten behaupten jedoch, die realen Missstände hätten die Statistiken längst überholt. Eine Bestandsaufnahme. mehr »
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Ex-Abgeordneter fordert „aktive Kritik“ am Führer

Emad Afrough

Zamaaneh, 18. Januar 2012 – Ein früherer iranischer Parlamentsabgeordneter hat öffentlich die „fehlende aktive Kritik“ des politischen Systems verurteilt und Möglichkeiten zu Kritik am obersten Führer geäußert und damit im iranischen Establishment für Unruhe gesorgt.

Emad Afrough hatte am Sonntag in einem Auftritt im iranischen Nationalfernsehen beklagt, es gebe keine Möglichkeiten, die Regierung und ihre Politik zu kritisieren und mit Offiziellen in einen kritischen Dialog zu treten. Weiterlesen

Verhaftungswelle: Parlamentswahl wirft ihre Schatten voraus

Parastou Dokouhaki

RFE/RL, 18. Januar 2012 – Am 16. Januar ist die Journalistin und Bloggerin Parastou Dokouhaki in ihrer Teheraner Wohnung nach einer Hausdurchsuchung verhaftet worden. Ihr PC sowie persönliche Gegenstände wurden beschlagnahmt. Später wurde sie der Gefährdung der nationalen Sicherheit beschuldigt – eine Anklage, die in der Islamischen Republik routinemäßig gegen politische Gefangene und Gewissensgefangene vorgebracht wird.

Zwei Tage später wurde die Kulturjournalistin Marzieh Rassouli auf die gleiche Weise verhaftet. Sie wird im Teheraner Evin-Gefängnis vermutet. Am 18. Januar wurde die Verhaftung des Journalisten Sahamedin Bourghani bekannt.

Dies sind nur drei von einem Dutzend in den letzten Wochen in Iran inhaftierten Journalisten, Intellektuellen und Aktivisten.

Diese Verhaftungswelle kurz vor den Parlamentswahlen am 2. März scheinen darauf hinzudeuten, dass das iranische Establishment jede Form von Widerspruch unterbinden will. Weiterlesen

Zwei iranische Kurden zum Tode verurteilt

Zamaaneh, 18. Januar 2012 – Das Revolutionsgericht in Mahabad hat zwei iranische Kurden zum Tode verurteilt. Wie die Nachrichtenagentur Mokrian berichtet, erging das Urteil gegen Ali und Habib Afshari, die letztes Jahr verhaftet worden waren und zur Zeit im Gefängnis Oroumiyeh einsitzen. Grund für die Verurteilung sind „Feindschaft gegen Gott durch Propagandaaktivitäten und Mitgliedschaft in einer regimekritischen Gruppe“. Berichten zufolge können die Verurteilten binnen 20 Tagen Berufung gegen die Entscheidung des Gerichts einlegen.

In den letzten drei Jahren sind in der Islamischen Republik mindestens sieben kurdische politische Gefangene gehängt worden. Weitere 17 kurdische Gefangene sind derzeit zum Tode verurteilt und warten auf die Vollstreckung des Urteils. Weiterlesen

Iran geht weiter gegen Journalisten vor

Marzieh Rasouli

Zamaaneh, 18. Januar 2012 – Im Rahmen einer neuen Verhaftungswelle gegen Medienaktivisten ist die Journalistin Marzieh Rasouli in Teheran verhaftet worden.

Wie die Webseite „Human Rights House of Iran“ [RAHANA] berichtet, wurde Rasoulis Wohnung zunächst durchsucht, viele persönliche Dinge wurden beschlagnahmt. Dann wurde sie unter dem Vorwurf der „Gefährdung der nationalen Sicherheit“ verhaftet. Weiterlesen