Tagesarchiv: 23. Januar 2012

Hörtipp HEUTE: Die verborgene Opposition – Iranische Studierende und die zweite islamische Kulturrevolution (WDR)

Wiederholung heute, 20:05 Uhr, bei WDR 5
Der Beitrag verwendet auch Material aus diesem Blog

„Im Iran herrscht gespenstische Ruhe. Dabei war es die iranische Studentenbewegung, die 2009 mit Massenprotesten ein Beispiel gab für die Nutzung neuer Medien im Widerstand gegen autoritäre Regimes. Doch während die Proteste in Tunesien oder Ägypten politisch Wirkung zeigten, wurden sie im Iran blutig niedergeschlagen.

Es folgte die bis heute andauernde radikale Islamisierung des Bildungssystems: Schulbücher werden umgeschrieben, Bücher und Filme zensiert und verboten, Zeitungen und Zeitschriften geschlossen, Facebook und Twitter verboten. Nach 30 Jahren eine zweite islamische Kulturrevolution! Wie reagieren die Studierenden auf ihre totale Überwachung?“

Quelle: WDR 5

Verhaftete Journalistinnen sind in Evin

Zamaaneh, 23. Januar 2012 – Nach Berichten aus Iran werden die beiden vor Kurzem verhafteten Journalistinnen und Bloggerinnen Parastou Dokouhaki und Marzieh Rasouli in Abteilung 2A von Evin festgehalten. Abteilung 2A untersteht den Revolutionsgarden. Die beiden Frauen sollen sich in Einzelhaft befinden.

Zur Last gelegt wurden ihnen bisher die allgemeinen Vorwürfe „regimefeindliche Propaganda und Gefährdung der nationalen Sicherheit“. Weder zu ihren Angehörigen noch zu einem Anwalt durften sie bisher Kontakt aufnehmen. Wie so oft in den letzten Jahren wurden die Familien auch hier wieder angewiesen, nicht mit den Medien zu sprechen. Weiterlesen

Iran spürt Dissidenten über Facebook auf

Shahrzadnews, 17. Januar 2012 – Nach Angaben einer früheren Mitarbeiterin der staatlichen iranischen Rundfunk- und Fernsehorganisation IRIB hat das Regime in Teheran seine Bemühungen beim Aufspüren von regimekritischen Journalisten und Bloggern verstärkt und nutzt dazu jetzt auch den Weg über deren Facebook-Seiten. Weiterlesen

Offener Brief an die EU- Außenministerkonferenz

Sehr geehrte Damen und Herren,

die EU-Außenminister werden am 23. Januar in Brüssel über weitere Sanktionen gegen den Iran entscheiden Nach Angaben der EU-Diplomaten werden sie im Streit um das Atomprogramm des Irans Sanktionen vorbereiten, die den Finanzsektor des Irans „schwer treffen“ sollen.

Es ist mehr als verständlich, dass sich die Weltgemeinschaft durch das fragwürdige und verdächtige Atomprogramm des iranischen Regimes bedroht fühlt und versucht die Regierung in Teheran mit Sanktionen und Embargos davon abzuhalten ihre Kernkrafttechnologie weiterzuentwickeln.

Doch sollten diese Sanktionen gezielt das Regime treffen und nicht das ohnehin schon unterdrückte leidende Volk; denn das iranische Regime ist nicht nur eine Bedrohung für die westlichen Staaten, sondern vielmehr und vor allem für die eigene Bevölkerung im Iran.

Die Menschen leiden tagtäglich unter der verantwortungslosen Innen- und Außenpolitik der islamischen Regierung. Die schon seit der Gründung der Islamischen Republik bestehenden Repressionen haben nach den gefälschten Präsidentschaftswahlen von 2009 an Schärfe und Brutalität zugenommen. Verhaftungen, Folter, Vergewaltigungen und Hinrichtungen sind mehr und mehr an der Tagesordnung. Im Iran wird im Schnitt alle 8Stunden ein Mensch hingerichtet, fast alle ausschließlich politische Gefangene, davon viele noch Minderjährige. Weiterlesen