Iran rangiert auf Pressefreiheitsindex ganz unten

Zamaaneh, 25. Januar 2012 – Im heute von der Presseorganisation „Reporter ohne Grenzen“ veröffentlichten Pressefreiheitsindex für 2011/2012 befindet Iran sich unter den Schlusslichtern. „‚Durchgreifen‘ war 2011 das Wort des Jahren. Nie ist Informationsfreiheit in der Wahrnehmung der Menschen so eng mit Demokratie verknüpft gewesen. Nie haben Journalisten mit ihrer Berichterstattung den Feinden der Freiheit so zugesetzt. Und nie schienen Zensur und physische Angriffe gegen Journalisten so zahlreich zu sein“, schreibt die Organisation. „Die Gleichung ist einfach: Das Fehlen oder die Unterdrückung bürgerlicher Freiheiten führen zwingend zur Unterdrückung der Medienfreiheit. Diktaturen fürchten und verbieten Information, vor allem, wenn sie sich durch sie unterminiert fühlen.“

Dieses Jahr bilden Eritrea, Turkmenistan und Nordkorea das Schlusslicht der aus 179 Ländern bestehenden Liste, gefolgt von Syrien auf Platz 176, Iran auf Platz 175 und China auf Platz 173 – „drei Länder, die den Kontakt zur Realität verloren zu haben scheinen“, wie der Presse-Watchdog bemerkt.

Besonderes Augenmerk richtet der Bericht auf die Situation iranischer Journalisten: „In Iran (Platz 175) sind Jagd auf Journalisten und ihre Demütigung seit Jahren Teil der politischen Kultur der Obrigkeit. Das Regime nährt sich von der Verfolgung der Medien.“

Auf der anderen Seite des Spektrums liegen laut „Reporter ohne Grenzen“ Cap Verde und Namibia, die auf der Liste mittlerweile unter den ersten 20 liegen. 2011 seien in diesen beiden afrikanischen Ländern keine Medienbeschneidungen registriert worden.

Übersetzung aus dem Englischen
Quelle: Radio Zamaaneh

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