Sorge um Oppositionsführer unter Hausarrest

Mehdi Karroubi

Zamaaneh, 26. Januar 2012 – Die Ehefrau des unter Hausarrest stehenden iranischen Oppositionsführers Mehdi Karroubi berichtet, dass sie keinen Kontakt mehr zu ihrem Mann hat. Die Behörden hielten ihren Mann in Einzelhaft, teilte Fatemeh Karroubi mit.

Gegenüber der Webseite  Saham News sagte Frau Karroubi: „Nachdem mein Mann seine Meinung zu den [Parlaments-]Wahlen kundgetan und sich für einen Wahlboykott ausgesprochen hat, darf ich ihn nicht mehr besuchen. Die Behörden verwehren mir jetzt auch den Zutritt zu meinem eigenen Haus.“

Sie sei sehr besorgt darüber, wie ihr Mann von seinen Wächtern behandelt werde.

Letzten Monat hatte Mehdi Karroubi seiner Frau bei einem Besuch gesagt, die Parlamentswahlen seien seiner Meinung nach ein Schwindel, und es sei sinnlos, sich daran zu beteiligten.

Nach den letzten Präsidentschaftswahlen [im Juni 2009] hatten Ahmadinejads Gegenkandidaten Mehdi Karroubi und Mir Hossein Moussavi die Vermutung geäußert, dass das Wahlergebnis gefälscht worden sei. Seit Februar letzten Jahre stehen sowohl Karroubi als auch Moussavi sowie dessen Frau Zahra Rahnavard unter Hausarrest und sind von jedem Kontakt mit der Außenwelt abgeschnitten.

Iranische Menschenrechtsaktivisten haben immer wieder kritisiert, dass die Opposition ohne jede formale Anklage festgehalten werden.

Übersetzung aus dem Englischen
Quelle: Radio Zamaaneh

2 Antworten zu “Sorge um Oppositionsführer unter Hausarrest

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