Khamenei in der Freitagspredigt: Krise? Welche Krise?

Ayatollah Ali Khamenei

Zamaaneh, 3. Februar 2012 – Der oberste iranische Führer Ayatollah Khamenei hat heute in Teheran das Freitagsgebet geleitet. Er versicherte den Gläubigen, es gebe in Iran keine Krise.

Iranischen Medienberichten zufolge sagte Khamenei: „Kleinigkeiten sollten nicht übertrieben dargestellt werden. Wir dürfen nicht darauf beharren, dass es eine Krise gibt. Es gibt Versuche, das Land in eine Krise zu stürzen, was für eine Krise wollen sie?“

Alles sei in Ordnung in Iran, alle Aspekte des Lebens seien absolut sicher, versicherte Khamenei.

Der iranische Führer betonte, alle Wahlen, die in den letzten 32 Jahren in der Islamischen Republik stattgefunden haben, seien „transparent und gesund“ gewesen, und dasselbe werde auch auf die nächsten Wahlen zutreffen.

Zu der Rolle des Wächterrats bei der Zulassung von Wahlkandidaten erklärte Khamenei, einige Beschwerden über die Entscheidungen seien zwar berechtigt, doch müsse eine Entscheidung befolgt werden, sobald der Rat diese gefällt hat.

Ausländische Bedrohungen gegen Iran wies Khamenei zurück. „Die USA müssen wissen, dass wir für Drohungen und Sanktionen auf unsere Weise Vergeltung üben können. Wo immer es nötig ist, werden wir zu ähnlichen Mitteln greifen.“

Internationale Sanktionen hätten sogar ihre guten Seiten, sofern sie Iran dazu brächten, sich auf sein eigenes Potenzial zu besinnen, so Khamenei. Iran werde ungeachtet der Sanktionen in seinem Atomprogramm nicht zurückweichen.

Übersetzung aus dem Englischen
Quelle: Radio Zamaaneh

Ein Protokoll der Freitagspredigt ist auf Englisch bei Enduring America veröffentlicht.

Ein Mitschnitt mit englischer Simultanübersetzung

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3 Antworten zu “Khamenei in der Freitagspredigt: Krise? Welche Krise?

  1. Auf Youtube kann man einen Teil der Rede ansehen (den Teil, in dem die halbe Halle mit einem beeindruckenden Kampfschrei aufsteht). Sehr auffällig war für mich seine Unruhe und die deutlich gestiegene Frequenz seiner Stimme (im Vergleich zu früheren Reden). Die Realität der Bedrohung geht auch an ihm nicht spurlos vorbei.
    Vielleicht spürt er auch endlich die Last der Verantwortung. Dann gibt es Hoffnung.

  2. Pingback: News vom 4. Februar 2012 « Arshama3's Blog

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