Monatsarchiv: April 2012

Kanadische Botschaft in Teheran schließt Visaabteilung

RFE/RL, 30. April 2012 -Kanada hat die Schließung der Visaabteilung der kanadischen Botschaft in der iranischen Hauptstadt Teheran bekanntgegeben. Von der Schließung werden tausende iranische Reisende betroffen sein.

Auf der Webseite der kanadischen Botschaft heißt es, die Bearbeitung von Visa für iranische Staatsbürger sei an die kanadische Botschaft in der Hauptstadt der benachbarten Türkei übertragen worden.  Die Botschaft in Ankara sei ab sofort für alle Visaanträge aus Iran, Aserbaidschan, Georgien, der Türkei und Turkmenistan zuständig.

Die Schließung sei von der Abteilung für Staatsbürgerschaft und Immigration beschlossen worden, um Arbeitsabläufe „effektiver und effizienter“ zu machen.

Mit der Schließung der kanadischen Visaabteilung werden die Möglichkeiten für Iraner, die in westliche Länder reisen möchten, weiter eingeschränkt. Erst im November hatte Großbritannien seine Botschaft in Teheran geschlossen.

Unter Verwendung von Berichten bei cic.gc.ca und AFP

Übersetzung aus dem Englischen
Quelle: Radio Free Europe/Radio Liberty

Menschenrechtsanwalt Mohammad Ali Dadkhah verhaftet

Mohammad Ali Dadkhah

Saham News/GVF, 29. April 2012 – Der bekannte Menschenrechtsanwalt Mohammad Ali Dadkhah, der viele politische Gefangene verteidigt hat, ist heute Morgen in Abteilung 15 des Teheraner Revolutionsgerichts festgenommen worden.

Wie die Webseite des Komitees für den Schutz politischer Gefangener mitteilt, wurde Dadkhah, der sich am Sonntag, dem 29. April anlässlich einer Gerichtsverhandlung gegen seinen Klienten, den politischen Gefangenen Arzhang Davoudi, im Gericht aufhielt, auf Anordnung von Richter Salavati festgenommen und ins Evin-Gefängnis gebracht.

Der Webseite „Green Voice of Freedom“ zufolge wurde Dadkhah bei seinem Eintreffen zur Verhandlung seines Klienten in Abteilung 15 des Revolutionsgerichts festgenommen, noch bevor die Verhandlung begann. Weiterlesen

Inhaftierter Anwalt der Gonabadi-Derwische ins Krankenhaus eingeliefert

28. April 2012 (Majzooban) – Der Anwalt der Gonabadi-Derwische, Mostafa Daneshjou, musste in ein Krankenhaus eingeliefert werden, nachdem sein Gesundheitszustand sich erheblich verschlechtert hatte.

Die Webseite der Gonabadi-Derwische „Majzooban“ berichtet, dass der seit über sechs Monaten in Abteilung 350 von Evin inhaftierte Daneshjoo mit schweren Asthma-Anfällen und Atemwegsproblemen in ein Krankenhaus eingeliefert wurde. In den letzten Wochen habe er zudem Nierenprobleme gehabt.

Daneshjoo untersteht im Krankenhaus strengen Sicherheitsvorkehrungen und ist mit Händen und Füßen an sein Bett gefesselt. Die Sicherheitsagenten lassen seine Familie nicht zu ihm und erlauben auch keinerlei Nachfragen zu Daneshjous Zustand und Situation. Weiterlesen

Nobelpreisträger fordern Freilassung Narges Mohammadis

Narges Mohammadi

Zamaaneh, 28. April 2012 – Meherer Nobelpreisträger haben in einer gemeinsamen Erklärung gegen die Inhaftierung der iranischen Menschenrechtsaktivistin Narges Mohammadi protestiert.

Die Nobelpreisträger hätten am Mittwoch das „unfaire“ Urteil gegen Mohammadi – die Vizechefin des DHRC und Vorsitzende des iranischen Nationalen Friedensrates – angeprangert, heißt es auf der Webseite des Zentrums für den Schutz der Menschenrechte (DHRC). Weiterlesen

Weibliche politische Gefangene in Evin leiden unter Krankheiten und schlechten Haftbedingungen

CHRR, 26. April 2012 – Weibliche politische Gefangene im Evin-Gefängnis leiden unter Krankheiten und gesundheitlichen Problemen. Nach Angaben von Angehörigen, die am Montag Gefangene besuchten, waren die meisten der Frauen letzte Woche krank, ohne dass ihnen angemessene medizinische Versorgung gewährt wurde.

Die weiblichen politischen Gefangenen leiden nach eigenen Angaben ständig an „diversen Krankheiten, Nierenproblemen, Kopfschmerzen, Erkältungen, hohem Blutdruck, Herzpalpitationen und anderen Problemen“.

Im Laden des Frauentrakts von Evin fehlten zudem Obst, Fleisch und andere wichtige Nahrungsmittel. „Als Begründung heißt es, dass das Bestellvolumen für diese Nahrungsmittel zu gering sei und dass der Laden derart kleine Mengen nicht anbieten könne“, so die Gefangenen. Weiterlesen