Reaktionen der Iraner auf Grass‘ Gedicht

TFI, 7. April 2012 – Während staatliche Medien und regimetreue Internetaktivisten Günter Grass wie einen Helden verehren, stößt sein Gedicht bei einem Teil der iranischen Internetaktivisten auf Skepsis und Ablehnung. Ein einflussreicher Kulturpolitiker und Freund des Präsidenten Ahmadinedschad hat sich  in einem Brief an Grass für das Gedicht bedankt.

Das israelkritische Gedicht von Günter Grass, „Was gesagt werden muss“, wurde schon einen Tag nach seiner Veröffentlichung in der Süddeutschen Zeitung ins Persische übersetzt und ins Netz gestellt. Seitdem sorgt es in der virtuellen Welt der Iraner für Aufregung. Fast alle großen und kleinen iranischen Nachrichtenportale haben sich zum Gedicht des Literaturnobelpreisträgers Grass geäußert. Der Tenor: Das „antizionistische Gedicht“ unterstütze den Iran gegen Israel. „Ich bewundere deine  Stärke und deinen Mut. Du hast den Nobelpreis für Frieden verdient.“ Das steht in einem Kommentar auf dem den Konservativen nahe stehenden Nachrichtenportal „Tabnak“. Ein anderer Kommentar wirft den iranischen Künstlern und Literaten vor, sie würden sich dem Westen anschmeicheln: „Lernt von Günter Grass und tanzt nicht nach der Musik des Westens!“
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