Arbeiterführer berichten von großangelegten Entlassungen

Zamaaneh, 23. April 2012 – Das iranische „Haus der Arbeiter“ berichtet von einer schweren Krise des iranischen Produktoinssektors und großen Problemen für die Arbeiterschaft.

Der [staatlichen] Nachrichtenagentur ILNA zufolge gab der Chef des „Hauses der Arbeiter“ Alireza Mahjoub unter Berufung auf offizielle Statistiken an, dass im Verlauf des letzten Jahres 100.000 Arbeiter in 1000 Produktionseinheiten entlassen wurden. Davon seien zwei Drittel Frauen. „Weibliche Beschäftigte in vielen großen Produktionsstätten und Teppichwebereien bekommen manchmal nur zwei Drittel des anerkannten Mindestlohns, sehen aber aus Furcht um ihren Arbeitsplatz von einer Beschwerde ab“, so Mahjoub.

In einem separaten Bericht erklärte der Arbeiteraktivist Faramarz Tofighi diesen Monat, dass seit dem iranischen Neujahr am 20. März 30 Prozent der Beschäftigten im Produktionssektor infolge der kritischen Marktsituation entlassen wurden. Im vergangenen Jahr seien unzählige Fabriken bankrott gegangen und mussten schließen, heißt es in dem Bericht weiter.

Auch die Produzenten sind Tofighi zufolge wegen der Auswirkungen der Sanktionen, der Umstrukturierung staatlicher Subventionen und fehlender Unterstützung der Regierung in einer schwierigen Situation, fügt Tofighi hinzu.

Alireza Mahjoub kritisierte die Subventionspolitik der Regierung und forderte eine Aussetzung der 2. Phase der Restrukturierung staatlicher Subventionen.

Die Regierung Ahmadinejad hat staatliche Subventionen [u. a.] für Energie gekürzt, weshalb der Produktionssektor mit steigenden Energiekosten fertig werden muss.

Außerdem kritisierte Mahjoub das Fehlen von Regelungen für Importe als Bedrohung der einheimischen Produktion.

Mahjoub erinnerte die Arbeitgeber daran, dass der 1. Mai für alle Arbeiter ein offizieller Feiertag ist und dass sie mit offiziellen Beschwerden rechnen müssten, sollten sie ihren Beschäftigten den Feiertag nicht zugestehen.

Das „Haus der Arbeiter“ plant für den 1. Mai einen Marsch, der allerdings erst noch vom Innenministerium genehmigt werden muss.

Übersetzung aus dem Englischen
Quelle: Radio Zamaaneh

2 Antworten zu “Arbeiterführer berichten von großangelegten Entlassungen

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