„Reporter ohne Grenzen“ kritisiert Zensur in Iran

Zamaaneh, 23. Mai 2012 – Nach Angaben der Organisation „Reporter ohne Grenzen“ werden Journalisten in Iran vom iranischen Kulturministerium zu Verhören einbestellt. Das Ministerium sei seit Beginn der Präsidentschaft Mahmoud Ahmadinejads zu einer „Zensureinrichtung mit einem umfassenden Kontroll-und Repressionsmechanismus“ geworden, so die Organisation.

Der iranische Kulturminister Mohammad Hosseini und seine Mitarbeiter stellten Vorladungen für Journalisten aus, so ROG weiter. Vor allem betroffen seien Journalisten, die für ausländische Medien arbeiten. Die Verhöre verliefen „oft gewaltsam“.

„Diese Verhöre sind nicht hinnehmbar, und wir rufen internationale kulturelle Einrichtungen dazu auf, jegliche Zusammenarbeit mit diesem Ministerium einzustellen mit der Begründung, dass das Ministerium diese Verhöre autorisiert und die Misshandlung von Intellektuellen in seinen eigenen Räumen zulässt“, schreibt ROG.

Nach Einschätzung der Presserechtsgruppe gehört Iran zu den „repressivsten Ländern der Welt“. Jüngste Belege für die anhaltende Verfolgung von Medienaktivisten seien die Verhaftungen des führenden Wirtschaftswissenschaftlers Fariborz Rais Dana, des Journalisten Rahman Bozari und des Herausgebers von Sobh-e Azadi, Reza Taleshian Jolodarzadeh.

Übersetzung aus dem Englischen
Quelle: Radio Zamaaneh

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