Hossein Ronaghi Maleki erneut im Hungerstreik

Hossein Ronaghi Maleki

Kalemeh, 5. November 2012 – Aus Protest gegen die Verletzung der Rechtsstaatlichkeit und anhaltendes Unrecht ist der Aktivist und Blogger Hossein Ronaghi Maleki erneut in den Hungerstreik getreten.

Wie die oppositionelle Webseite Kalemeh mitteilt, habe Ronaghi der Justiz zuvor angekündigt, dass er in einen Hungerstreik treten werde, wenn seine Forderungen weiterhin unbeantwortet bleiben sollten.

Er begann seinen Hungerstreik am Samstag, dem 3. November 2012 aus Protest gegen die Nichtbeachtung seiner eigenen Situation und die Verhaftung der freiwilligen Helfer in einem Camp für die Opfer des Erdbebens in Ost-Aserbaidschan.

Nach Angaben seiner Familie macht Ronaghi vor allem die Agenten des Geheimdienstministeriums Tabriz und den stellvertretenden Generalstaatsanwalt von Tabriz für die jüngsten Schäden an seiner Niere und den nachlässigen Umgang mit seiner Gesundheit verantwortlich.

Hossein hatte seiner Familie gegenüber erwähnt, dass Mitarbeiter des Geheimdienstministeriums aus persönlichen Rachegefühlen gegen ihn handelten. Geheimdienstagenten hätten ihm gesagt, dass seine Krankheit und auch sein Tod für seine Befrager und für die Islamische Republik keinerlei Bedeutung hätten.

Ärzte und Spezialisten in der Klinik des Evin-Gefängnisses halten einen Hungerstreik dieses akut nierenkranken politischen Gefangenen für extrem gefährlich. Ein Hungerstreik könnte für Ronaghi zerstörerische und irreversible Folgen haben.

Hossein Ronaghi Maleki hatte zuvor in Briefen an den obersten Führer Ali Khamenei und den Justizchef Ayatollah Larijani über die Übergriffe und Schläge berichtet, mit denen die Geheimdienstagenten gegen die freiwilligen Erdbebenhelfer vorgegangen seien. Auch die Schikanen des Geheimdienstes von Tabriz gegen die Helfer und ihre Familien hatte er in seinen Briefen erwähnt.

„Ich glaube, dass unsere Aktionen richtig und humanitär waren, und ich werde weiterhin Menschen helfen und bin bereit, mit meinem Leben dafür einzustehen. Mit Sicherheit werde ich im Angesicht des Unrechts nicht schweigen, solange bis zum Schutz unserer Rechte faire und gerechte Verfahren stattfinden“, hatte Ronaghi geschrieben.

Der Geheimdienst und der Teheraner Generalstaatsanwalt bestehen trotz ihres Wissens um den kritischen Zustand Ronaghis darauf, ihn in Haft zu behalten. Spezialisten im Hasheminejad-Krankenhaus halten eine angemessene Behandlung Ronaghis außerhalb des Gefängnisses hingegen für dringend erforderlich.

Übersetzung aus dem Englischen
Quelle/Englische Übersetzung: Persian Banoo
Persisch: Kalemeh

Eine Antwort zu “Hossein Ronaghi Maleki erneut im Hungerstreik

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