Tagesarchiv: 7. November 2012

Studentischer Aktivist Yashar Darolshafaei tritt Haftstrafe an

yshr_drlshfyy.jpegGVF, 7. November 2012 – Der studentische Aktivist Yashar Darolshafaei hat im Evin-Gefängnis seine fünfeinhalbjährige Haftstrafe angetreten. Dies berichtet die oppositionelle Webseite Kaleme.

Der Postgraduate-Student der Teheran-Universität war erstmals am 4. November 2009 verhaftet worden und verbrachte 3 Wochen im Evin-Gefängnis. Im Februar [2010] wurde er zusammen mit 6 Angehörigen – darunter auch seine Mutter und sein Bruder – erneut verhaftet. Nach 32 Tagen kam er wieder frei.

Ein Gericht unter Vorsitz von Richter Salavati verurteilte ihn später wegen Gefährdung der nationalen Sicherheit und Beleidigung des Präsidenen zu 7 Jahren Haft. Das Urteil wurde später auf 5,5 Jahre reduziert.

Der junge Aktivist war früher Vorsitzender einer reformorientierten Studentenorganisation an der Internationalen Imam-Khomeini-Universität Ghazvin.

Übersetzung aus dem Englischen
Quelle: Green voice of Freedom

Tod unter Folter: Familie nimmt Leiche des iranischen Bloggers Sattar Beheshti entgegen

Zamaaneh, 7. November 2012 – Der vor 10 Tagen von der iranischen Cyber-Polizei verhaftete iranische Blogger Sattar Beheshti ist offenbar in der Haft unter Folter gestorben.

Laut der oppositionellen Webseite Kalemeh berichteten Gefangene aus Trakt 350 des Teheraner Evin-Gefängnisses, dass der am 28. Oktober in der Wohnung seiner Mutter in Süd-Teheran verhaftete 35jährige Blogger eine Nacht lang in ihrem Trakt verbracht habe; sein Körper habe Spuren extremer Schläge und Misshandlungen aufgewiesen. Weiterlesen

13 Menschen wegen Drogendelikten hingerichtet

Zamaaneh, 7. November 2012 – Am Mittwoch Morgen sind in Teheran 10 und in Shiraz 3 Menschen wegen Drogenstraftaten hingerichtet worden. Die Webseite der Teheraner Staatsanwaltschaft berichtet, die heute in der Hauptstadt hingerichteten 10 Personen seien im Besitz von „hunderten Kilogramm Drogen“ gewesen.

In Shiraz wurden drei Personen wegen Heroin- und Opiumschmuggels hingerichtet.

Erst am 22. Oktober waren 10 Menschen wegen ähnlicher Vergehen gehängt worden.

In Iran können Drogendelikte mit dem Tode bestraft werden. Der UN-Sonderberichterstatter für Menschenrechte in Iran hat das Land aufgerufen, alle Hinrichtungen auszusetzen; die Todesstrafe sei für Drogenvergehen keine angemessene Strafe.

Nur in China werden jährlich mehr Menschen hingerichtet als in Iran.

Übersetzung aus dem Englischen
Quelle: Radio Zamaaneh