Medikamentenmangel: Parlamentarier schlägt Alarm

Zamaaneh, 11. November 2012 – Der iranische Parlamentsabgeordnete Rasoul Khezri hat heute mitgeteilt, dass der Medikamentenmangel in Iran einen kritischen Punkt erreicht habe. Es sei zu erwarten, dass die Reserven noch etwa zwei Monate reichen, so Khezri.

Wie die Nachrichtenagentur Khaneh Mellat berichtet, kritisierte Khezri den Westen für die Verhängung von Sanktionen auf Medikamente: „Es besteht kein Zweifel, dass diese Maßnahmen im Widerspruch zu den Grundsätzen der Menschenrechte stehen. Sie zeigen zudem die feindselige Politik des Feindes gegenüber dem Volk und sogar gegenüber unseren Patienten.“

Die neuesten von den USA und der Europäischen Union gegen Iran verhängten Sanktionen belasten die iranische Wirtschaft erheblich. Die iranischen Ölexporte haben sich halbiert, die Einfuhr von anderen Waren ist stark eingeschränkt. Einige Medikamente zur Behandlung schwerer Erkrankungen wie Krebs und Multiple Sklerose fallen ebenfalls unter die Sanktionen.

Der Vorsitzende der iranischen Ärzteorganisation hatte UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon kürzlich für sein „Schweigen“ zu der Sanktionierung von Medikamenten kritisiert.

Ban Ki-Moon hat Berichte über einen drohenden Medikamentenmangel in Iran bereits bestätigt.

Das iranische Außenministerium hat erklärt, die Sanktionen auf Medikamente zielten darauf ab, öffentliche Unzufriedenheit in Iran zu schüren.

Übersetzung aus dem Englischen
Quelle: Radio Zamaaneh

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