Ahmad Zeidabadi nach sechsmonatiger Krankheit ins Krankenhaus eingeliefert

Ahmad Zeidabadi is a prominent Iranian journalist and political activist. Security forces arrested Zeidabadi the day after the disputed June 2009 presidential election. He was sentenced to six years in prison at Rajaee Shahr Prison in Karaj, outside Tehran.

Ahmad Zeidabadi

ICHRI, 23. November 2012 – Ahmad Zeidabadi ist ein bekannter iranischer Journalist und politischer Aktivist sowie Generalsekretär der Alumni-Organisation Advar-e Tahkim-e Vahdat.  Sicherheitskräfte verhafteten ihn einen Tag nach der umstrittenen Präsidentschaftswahl vom Juni 2009. Er wurde später zu 6 Jahren Haft im Gefängnis Rajai Shahr in Karaj verurteilt.

Am Samstag, dem 17. November wurde Zeidabadi nach sechsmonatiger Krankheit und wiederholten Bitten seiner Familie um medizinische Behandlung in ein Teheraner Krankenhaus gebracht.

ICHRI sprach mit einer Quelle aus dem nahen Umfeld Zeidabadis. Die Quelle möchte aus Sicherheitsgründen anonym bleiben. 

„Er ist seit sechs Monaten krank. Es begann mit einer Hauterkrankung und einer Erkältung, die sich zu einer Bronchitis auswuchs. Später entwickelte er Asthma und Herzrhythmusstörungen. Jetzt hat er Wunden im Mund und im Hals. Er war so krank, dass der Arzt in der Gefängnisklinik  anordnete, ihn in einem Krankenhaus außerhalb des Gefängnisses zu behandeln. Aber die verwaltungstechnische Vorbereitung seiner Verlegung hat etwa zwei Monate gedauert.“

„Der Grund für seine Erkrankungen ist noch nicht ausfindig gemacht, aber die erste Diagnose lautet, das Ahmad großem psychischem Druck und Stress ausgesetzt ist, der die Krankheiten ausgelöst hat. Seit 3,5 Jahren steht er im Gefängnis ständig unter Stress, vor allem in den ersten Monaten seiner Haft, als er unter immensem Druck stand. Jetzt äußern sich die Folgen bei ihm körperlich. Wir werden abwarten müssen, zu welchem Schluss die Ärzte kommen. Die Gerichtsmedizin hat Untersuchungen durch einen Hals-Nasen-Ohrenarzt, einen Spezialisten für den Verdauungstrakt, einen Herzspezialisten und einen Internisten angeordnet.“

Nach Angaben der Quelle war Zeidabadi bis zum Mittag des 20. November mit den Füßen an sein Krankenbett gefesselt. Nur unter Schwierigkeiten war es der Familie möglich, ihn zu besuchen.

„Die Familie dieses Gefangenen wird seit Samstag sehr schlecht behandelt. Sie können ihn nicht einfach besuchen. Sie müssen im Korridor vor Ahmads Tür sitzen und können ihn nur aus der Distanz sehen. Seine Frau hat nur Gelegenheit, mit ihm in einem Raum zu sein, wenn sie sich nach seinen Untersuchungen erkundigt. Die ganze Zeit sind drei Sicherheitsbeamte in seinem Zimmer, die ihn sogar auf die Toilette und in die Dusche begleiten. Diese Leute kennen leider den Unterschied zwischen normalen Gefangenen und politischen Gefangenen nicht. Wenn jemand wie Ahmad Zeidabadi eine Kaution von 300 Millionen Toman (ca. 250.000 US-Dollar) gezahlt hat, warum sollte er flüchten? Er war mehrmals auf Hafturlaub, und wenn er hätte flüchtn wollen, hätte er es bei diesen Gelegenheiten getan, nicht jetzt, wo er krank ist und in der Klinik liegt.“

„Seine Füße waren ans Bett gefesselt. Seine Frau war heute im Gericht von Evin, um sich zu beschweren. Der Staatsanwalt hat angeordnet, dass die Fußfesseln entfernt werden. Herr Zeidabadi darf keinem Stress ausgesetzt sein, aber solche Dinge verschlimmern den Stress“, so die Quelle.

Übersetzung aus dem Englischen
Quelle: International Campaign for Human Rights in Iran

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