Tagesarchiv: 24. November 2012

Sattar Beheshtis Familie musste Verhörbeamte schriftlich entlasten

"If he died a natural death, why didn't they allow us to wash [his dead body] ourselves, so that we ourselves could carry out his entire burial ceremony? Why did they threaten my daughter, telling her, 'If you have no mercy on yourself, you should at least have mercy on your 6-month-old baby?' Why didn't they let me see my son's face for the last time? Only one of our kin was able to see Sattar and said that his shroud was bloody in the lower area of his legs and that his body was bruised," said Gohar Eshghi.ICHRI, 24. November 2012 – Von einer Quelle aus dem nahen Umfeld der Familie des [in Polizeigewahrsam verstorbenen Bloggers und Arbeiteraktivisten] Sattar Beheshti erfuhr ICHRI, dass dessen Mutter wenige Tage nach seinem Begräbnis in ein Notariat gebracht wurde, wo sie ein Dokument unterschreiben musste, das die iranischen Behörden von jeder Verantwortung freispricht – obwohl die Behörden zugesagt hatten, die für den Tod Beheshtis verantwortlichen Personen aufzuspüren und strafrechtlich zu verfolgen. „Mit dieser Entlastung und der Erklärung der Gerichtsmedizin wollen sie die Verhörbeamten aus der Sache heraushalten“, so die Quelle gegenüber ICHRI.

Beheshtis Mutter Gohar Eshghi erklärte gegenüber ICHRI, dass sie um ein persönliches Treffen mit Justizchef Sadegh Larijani bitte, um mit ihm über die Untersuchung des Todes ihres Sohnes sprechen zu können. Weiterlesen