Inhaftierte Aktivisten rufen zu aktivem Einsatz gegen Menschenrechtsverletzungen auf

Zamaaneh, 12. Dezember 2012 – Sechs in Iran inhaftierte Menschenrechtsaktivisten  haben zu Widerstand gegen alle Formen von Menschenrechtsverletzungen im Land aufgerufen. In einer Erklärung fordern sie alle Aktivisten auf, sich „stärker für ein besseres Verständnis der Menschenrechte und den Schutz der menschlichen Würde in der Gesellschaft“ einzusetzen.

Die von Mehdi Khodayi, Mohammad Ali Dadkhah, Nasrin Sotoudeh, Abdolfattah Soltani, Mohammad Seifzadeh und Mostafa Nili unterzeichnete Erklärung betont, die „Förderung der von der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte geforderten Grundsätze“ könne „Wachstum, Entwicklung, Frieden, Stabilität und eine gesunde Gesellschaft garantieren“, erfordere aber „aktive soziale Partizipation und von fundiertem Wissen getragenen Einsatz für Probleme des gemeinsamen Lebens in der modernen Welt.“

Die Erklärung führt zudem Beispiele für Menschenrechtsverletzungen in Iran auf, wie z. B. „Verletzung der politischen Freiheit, Unterdrückung politisch Andersdenkender, bürgerlicher Aktivisten und Menschenrechtsaktivisten, das Fehlen freier, offener und wettbewerbsbasierter Wahlen, Hausarrest für Oppositionsführer, die Niederschlagung der Proteste nach der Wahl von 2009, Verletzung der Pressefreiheit, Limitierung der Medien, Blockierung von Webseiten, Verfolgung von Bloggern, Konfiszierung von Satellitenschüsseln, Störung von Satellitenprogrammen, Abhören privater Telefongespräche und Internetkommunikationen, Einschränkung der Versammlungsfreiheit, Verfolgung unabhängiger Organisationen, Diskriminierung auf religiöser, ethnischer und geschlechtlicher Basis, Vernachlässigung der Kinderrechte sowie der Rechte von Angeklagten, anhaltende Anwendung der Todesstrafe.“

Die „verbreitete und anhaltende“ Anwendung der Todesstrafe sei das „bedauerlichste Beispiel“ für Menschenrechtsverletzungen [in Iran], so die Erklärung.

Iran weist weltweit die zweithöchste Hinrichtungsrate auf. Nach iranischer Rechtssprechung unterliegen Drogendelikte, Mord, bewaffneter Überfall und „Feindschaft gegen Gott“ der Todesstrafe.

Übersetzung aus dem Englischen
Quelle: Radio Zamaaneh

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