Tagesarchiv: 31. Januar 2013

Kurzmeldungen aus der iranischen Zivilgesellschaft – 31. Januar 2013

Thmbnail image Iran: A Monkey in Space, Journalists in Prison

Bildunterschrift: Iran – alles an seinem Platz: Journalisten im Gefängnis, Affen im Weltraum

Arseh Sevom, 31. Januar 2013 – Themen dieser Ausgabe:  Verhaftungswelle gegen iranische Journalisten | Wächterrat will Steinigung beibehalten | Evin-Gefängnis oder „Hotel Evin“? | Cafés im Visier der Überwachung – Ende des Teheraner „Café Prague“ | Space Monkey: Neue Ambitionen Weiterlesen

Zwei weitere Journalistinnen verhaftet

Reyhaneh Tabatabaei

Zamaaneh, 31. Januar 2013 – Die Verhaftungswelle gegen iranische Journalisten ist heute mit der Festnahme von Fatemeh Sagharchi und Reyhaneh Tabatabaei weitergegangen.

Tabatabaei, die als Reporterin für die Zeitung Shargh arbeitet, wurde am 31. Januar in ihrer Wohnung verhaftet.

Tabatabaei war schon während der Proteste gegen die Präsidentschaftswahl von 2009 verhaftet und zu 1 Jahr Gefängnis verurteilt worden.

Fatemeh Sagharchi, Redakteurin der Webseite Jamaran und frühere Leiterin der Bibliothek für Strategische Forschung, wurde am vergangenen Samstag in ihrer Wohnung verhaftet und wird jetzt in Trakt 209 des Evin-Gefängnisses in Isolationshaft gehalten. Weiterlesen

Gefangene protestieren beim Justizchef gegen Verlegung Abolfazl Ghadiyanis

Zamaaneh, 31. Januar 2013 – In einem offenen Brief an Justizchef Ayatollah Sadegh Larijani haben 36 iranische politische Gefangene auf den alarmierenden Gesundheitszustand des kürzlich in das Gefängnis Ghezel Hesar verlegten politischen Gefangenen Abolfazl Ghadiyani hingewiesen. Ghadiyani war am 16. Januar verlegt worden, nachdem er in mehreren offenen Briefen den Umgang mit Gefangenen in iranischen Gefängnissen angeprangert und den Behörden die Verletzung von Gefangenenrechten vorgeworfen hatte.

In dem am 30. Januar veröffentlichten Brief betonen die 36 Unterzeichner, Gefängnisärzte hätten bestätigt, dass Ghadiyani wegen seines Gesundheitszustandes nicht hafttauglich sei und entlassen werden müsse. Weiterlesen