Journalist Khosro Kordpour in Mahabad verhaftet

Zamaaneh, 7. März 2013 – Die Ende Januar in Iran begonnene Verhaftungswelle gegen Journalisten geht weiter. Am Donnerstag, dem 7. März wurde der iranische Journalist und Menschenrechtsaktivist Khosro Kordpour in Mahabad verhaftet.

Wie sein Bruder Massoud Kordpour gegenüber Zamaaneh mitteilte, erfolgte die Verhaftung durch Sicherheitsbeamte unter Vorlage eines Haftbefehls. Sein Computer und einige persönliche Gegenstände wurden beschlagnahmt. Noch wurde nicht mitgeteilt, was Kordpour vorgeworfen wird.

Kordpour leitet die Nachrichtenagentur Mokerian, die hauptsächlich aus der Provinz Kurdistan berichtet und ihren Schwerpunkt auf Menschenrechtsthemen legt.

Innerhalb des letzten Monats sind in Iran etwa 20 Journalisten verhaftet worden. Die meisten von ihnen wurden mittlerweile gegen Kaution wieder freigelassen, doch das Geheimdienstministerium behauptet, ein regimefeindliches [Journalisten- und Medien-]Netzwerk mit zahlreichen Verbindungen ins Ausland ausfindig gemacht zu haben.

Analysten interpretieren die Verhaftungswelle als einen Versuch des Establishments, jede Art von Protesten oder Aktivitäten vor der für Juni angesetzten Präsidentschaftswahl im Keim zu ersticken.

Übersetzung aus dem Englischen
Quelle: Radio Zamaaneh

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