Ashkan Zahabian zum vierten Mal verhaftet

CHRR, 27. Mai 2013 – Ashkan Zahabian, ein studentischer Aktivist der Grünen Bewegung und Mitglied der studentischen Alumni-Organisation Tahkim-e Vahdat, ist am 27. Mai im Haus seiner Eltern verhaftet worden.

Agenten des Sicherheitsministeriums sollen dem Bericht zufolge am Morgen des 27. Mai die Wohnung der Eltern Ashkan Zahabians durchsucht, ihn auf aggressive Weise festgenommen und an einen unbekannten Ort gebracht haben.

Im Jahr 2009 hatte Zahabian als studentischer Freiwilliger im Wahlkampfhauptquartier des damaligen Präsidentschaftskandidaten Mehdi Karroubi in Babol gearbeitet.

Der oppositionellen Webseite Kalemeh zufolge wurde Zahabian, der an der Ferdowsi-Universität Mashhad studierte und mit einem Studienverbot belegt wurde, im April 2011 zum dritten Mal verhaftet, als er einer Vorladung ins Geheimdienstministerium von Sari folgte. Seine erste Verhaftung erfolgte im Juni 2009, vier Stunden nach [Bekanntgabe des] umstrittenen Wahlergebnisses, als er an einer Studentendemonstration an der Universität Mazandaran teilnahm. Bei seiner gewaltsamen Festnahme durch Zivilbeamte verlor er das Bewusstsein. Agenten des Geheimdienstministeriums inhaftierten ihn.

Im Februar 2009 war Zahabian wegen seiner Aktivitäten von der Fortsetzung seines Studiums ausgeschlossen worden und ein Semester vor seinem Abschluss der Universität verwiesen worden. Im November 2009 wurde er erneut verhaftet und vom Revolutionsgericht Babol wegen seines studentischen Engagements zu 6 Monaten Haft verurteilt. Er durfte sich weder einen Anwalt nehmen, noch sich vor Gericht selbst verteidigen. Während seiner Haft im Gefängnis Matikola in Babol verschlechterte sich sein Gesundheitszustand. Als er aus Protest gegen seine Unterbringung mit Kriminellen und gegen die Verweigerung medizinischer Versorgung in einen Hungerstreik trat, wurde er in Einzelhaft verlegt.

Die jetzt gegen Ashkan Zahabian erhobenen Vorwürfe stehen im Zusammenhang mit seinen Treffen mit Großayatollah Sanaei, Großayatollah Vahid Khorasani und anderen Geistlichen in der Stadt Qom.

Übersetzung aus dem Englischen
Quelle: Committee of Human Rights Reporters

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