Tagesarchiv: 13. Juni 2013

Neue Umfragewerte: Rohani und Ghalibaf fast gleichauf

RFE/RL, 12. Juni 2013Von Mardo Soghom – Zwei aktuellen Umfragen zufolge liegt der Hoffnungsträger vieler reformorientierter Strömungen in Iran, Hassan Rohani, kurz vor der Präsidentschaftswahl am Freitag fast gleichauf mit dem konservativen Kandidaten Mohammad Bagher Ghalibaf.

Das Teheraner „Mehr Public Opinion Survey Center“ stellte in den letzten zwei Tagen fest, dass der derzeitige Teheraner Bürgermeister und ehemalige Sicherheitsoffizier Ghalibaf mit einer Unterstützung von 17,8 Prozent in Führung liegt. Der Wert basiert auf Befragungen von 800 Menschen in 31 Provinzzentren. Das Umfrageinstitut steht in Verbindung mit der gleichnamigen halbamtlichen Nachrichtenagentur und gilt als konservativ.

Die in den USA ansässige Meinungsforschungsorganisation IPOS  (Information and Public Opinion Solution), die die iranische Bevölkerung telefonisch befragt, berichtet, dass die Unterstützung für Rohani in den letzten beiden Tagen von 14,6 auf 26,6 Prozent gestiegen sei. Ghalibaf hat IPOS zufolge derzeit 24,8 Prozent der Befragten hinter sich. Das private Unternehmen IPOS wird von dem in den USA lebenden bekannten iranischen Soziologen und Meinungsforscher Hossein Ghazian geleitet. Weiterlesen

Google: Gmail-Accounts in Iran angegriffen

RFE/RL, 13. Juni 2013 – Nach Angaben des Internet-Konzerns Google hat es Angriffe auf Passwörter zehntausender Nutzer von Gmail-Accounts in Iran gegeben. Google zufolge kamen die Phishing-Angriffe, bei denen versucht wird, Nutzernamen und Passwörter von Nutzern in Erfahrung zu bringen, aus Iran und schienen „im Zusammenhang mit der iranischen Präsidentschaftswahl zu stehen und politisch motiviert zu sein.“

Die Präsidentschaftswahl findet am morgigen Freitag statt.

Warum ein politisches Motiv vermutet wird, ging aus der Erklärung von Google nicht hervor. Die Angriffe hätten vor drei Wochen begonnen, hieß es.

Es gebe Anzeichen dafür, dass hinter den jüngsten Angriffen dieselbe Gruppe stehe, die auch in einen Cyberangriff auf iranische Nutzer vor etwa zwei Jahren verwickelt gewesen sei.

Eric Grosse, Vizepräsident für Datenschutz bei Google, rief alle Iraner auf, Maßnahmen zu Schutz ihrer Accounts zu ergreifen.

Unter Verwendung von Berichten von AFP und Reuters

Übersetzung aus dem Englischen
Quelle: Radio Free Europe/Radio Liberty