Archiv der Kategorie: Satire

Mana Neyestani über die neuen Sanktionen der EU gegen Iran

Das iranische Regime unter dem Fuß der EU: "Autsch!" Der Iraner unter dem Stiefel des Regimes: "Ich pfeife auf eure Unterstützung!"

Neue Sanktionen gegen Iran: Die EU-Staaten haben sich am Montag auf ein Ölembargo gegen Iran geeinigt, um eine Wiederaufnahme der Gespräche über das iranische Atomprogramm zu erzwingen.

Quelle: Green Voice of Freedom

Satiriker Nima Dehghani verhaftet

Update: Arshama3 #iranelection Jaras: Arrest of satirist Nima Dehghani has been denied http://www.rahesabz.net/story/28185/ #iran

Nima Dehghani

GVF, 29. November 2010 – Der iranische Satiriker und Dichter Nima Dehghani ist im Vorfeld des nationalen Studententages am 7. Dezember von Sicherheitskräften verhaftet worden.

Der oppositionellen Webseite Jaras zufolge liegen keine weiteren Informationen über die Verhaftung Dehghanis vor. Sie erfolgte, nachdem Sicherheitsagenten in einem Kunstzentrum in Teheran eine Durchsuchung durchgeführt hatten. Weiterlesen

Ein Stirnrunzeln in Richtung der französischen Wirtschaft (Ebrahim Nabavi)

Rooz Online, 18. Oktober 2010 – Jeden Tag wird am Himmel über Iran ein neuer Stern geboren, und während unsere Augen sich noch an die Sterne der Vortage gewöhnen, blendet uns bereits das Licht des neuen Sterns. Der allerneueste Stern ist Mohammad-Reza Rahimi, erster Vizepräsident Irans. Zwar spricht er nicht gern über seine Ausbildungsreferenzen, die einige Parlamentsabgeordnete für Fälschungen halten, doch kürzlich teilte er mit, dass „die französische Wirtschaft zusammenbrechen würde, wenn wir nur die Stirn in Richtung Frankreich runzeln“. Unser Reporter hat ein imaginäres Interview mit Rahimi geführt. Weiterlesen

Ebrahim Nabavi über Hugo Chavez

Quelle: www.roozonline.com
Übersetzung Persisch-Englisch: Anonyma
Eingestellt am 08.09.2009 auf
http://www.facebook.com/groups.php?ref=sb#/topic.php?uid=249669090695&topic=9954
Übersetzung Englisch-Deutsch: Julia

So sollte ein guter Freund sein. Ein Freund, der da ist, wenn die ganze Welt dich enttäuscht. Chavez ist ein toller Freund. Als Saddam Hussein ganz, ganz allein war, eilte Chavez zu ihm, sobald er mitbekam, dass Saddam Dutzende irakische und kurdische Schiiten getötet hatte. Dasselbe tat er, als die Fluktuationsrate in Mugabes Regierung 56000 % erreichte und er behautpete, er sei Gott auf Erden. Und als Castro im Krankenhaus lag und die Gefahr bestand, dass politisch offenes Gelände entstehen könnte, fuhr Amigo Chavez hin und versicherte ihm, dass er nicht allein sei, und es sei auch unnötig, die politische Atmosphäre zu ändern!

Es war Chavez, der die Farc-Rebellen unterstützte, der sie Freunde statt Terroristen nannte, als er merkte, dass sie Drogen schmuggeln, um gegen die kolumbianische Regierung zu kämpfen.

Dieselbe Geschichte wiederholte sich, als die ganze Welt Putin den Rücken wandte, weil er die russische Mafia anführt.

Genau so sollte ein guter Freund sein, ein Amigo, der in Ahmadinejad seinen Bruder und in Khamenei zumindest seinen Onkel, wenn nicht gar seinen Vater gefunden hat, just in dem Moment, in dem ihm versichert wird, dass viele Menschen im Iran wegen eines Staatsstreichs getötet wurden und die Welt Ahmadinejad ignoriert!

In dieser grausamen Welt ist ein guter Freund ein unglaublicher Segen. Ein guter Freund, der zum siebenten Mal nach Teheran reist, wo doch jeder Ausländer weiß, dass man im Ramadan nicht in muslimische Länder reisen sollte, und der mit seinem Freund nach Mashhad fährt, wo Geistliche wie die Ayatollahs Montazeri, Saneyi, Amini, Javadi Amoli und Rafsanjani ihre Häuser nicht verlassen dürfen.

Er besucht den Imam-Reza-Schrein und ist kurz davor, sich an den Schrein fesseln zu lassen, um selbst ein Moslem zu werden und seine Amigoschaft in Bruderschaft zu wandeln. Nicht nur das – er hat auch noch die erste Mahlzeit nach dem Fasten eingenommen, und nicht nur das, er hat sogar versprochen, dass der 12. Imam der Schia bald erscheinen wird!

Was können wir von einem guten Freund noch erwarten? Einem Freund, der dem Kommunismus den Rücken gekehrt hat und anderen Dingen ebenfalls den Rücken kehren wird, wenn er muss? Das Einzige, was noch zu tun wäre, wäre ihn zu beschneiden, eine Beschneidungsparty für ihn zu schmeißen, ihn zu bitten, die Artikel des Islamischen Glaubens zu rezitieren und – Voilá! Wir haben wenigstens einen Menschen zum Islam bekehrt, jetzt, wo die Mehrheit unseres Volkes sich von der Religion abgewandt hat.

Am meisten gab mir der Zeitpunkt seiner Reise in den Iran zu denken, das verstand ich am allerwenigsten. Wollte er Ahmadinejads Regierung sein Vertrauen aussprechen? Wollte er dem gefälschten Präsidenten hundert Mal gratulieren, zum Ausgleich für all die Hunderte von Staatschefs, die das verweigert haben? Wollte er sich als Basiji in die Straßen ergießen? Wollte er sich in den Ramadan-Nächten den Heiligen Koran auf den Kopf legen und beten? Wollte er Mahmoud und seinen Verteidigungsminister in einen Koffer packen und nach New York mitnehmen? Was war seine Absicht?

Ich weiß es nicht. Das Einzige, was ich verstanden habe ist, dass der Tag von Quds und die Feierlichkeiten zu Fajdr (Jahrestag der iranischen Revolution) zukünftig in Caracas und nicht in Teheran gefeiert werden, um zu verhindern, dass die grüne Welle die Regierung braun färbt.

Zum Ausgleich dafür sollen die Menschen in Teheran HizbolBULIVARullahi werden und den Jahrestag von Chavez‘ Staatsstreich feiern, damit die Leute in Caracas mal zur Ruhe kommen!

Der Befehlshaber der Revolutionsgarden hat gesagt, dass der Schlamassel nach der Wahl eine größere Störung verursacht hat als eine einfache Krise. Vielleicht war Chavez gekommen, um diese Rebellion in Iran und in der ganzen Welt zu bezwingen – nach seiner Beschneidungsparty!

Jedenfalls scheint es, dass Chavaez eine Kultstätte in Caracas erbauen will, während Ahmadinejad auf den Ruinen von Kahrizak einen Salsaschuppen eröffnet, damit die Wölfe miteinander tanzen können.