Archiv der Kategorie: staatliche Medien

Der aussichtslose Kampf der iranischen Polizei gegen die Satellitenschüsseln

RFE/RL, 13. März 2012 – Seit vielen Jahren bemühen sich die Behörden der Islamischen Republik darum, die Nutzung von Satellitenschüsseln [durch private Haushalte] zu verhindern. Denn Satellitenschüsseln bedeuten Anschluss an ausländische Sender und ihre Programme und sind in der Islamischen Republik verboten. Mit großem Zeitaufwand spürt die iranische Polizei Satellitenschüsseln auf, demontiert und beschlagnahmt sie. (Ein Beispiel für eine solche „Demontage“ ist auf diesem YouTube-Video zu sehen).

Doch wie es scheint, steht die Obrigkeit in ihrem Kampf gegen die Satellitenschüsseln auf verlorenem Posten. Weder die Razzien der Polizei, noch empfindliche Geldbußen haben die Iraner bisher davon abhalten können, ihre Lieblingsprogramme auch weiterhin zu empfangen. Weiterlesen

Larijani: Iran ist Pionier der Menschenrechte in der Welt

Javad Larijani

Press TV, 12. März 2012 – Iran ist nach Worten des Sekretärs des Hohen Rates für Menschenrechte weltweit ein Pionier in Sachen Menschenrechte und unterstützt jede Art von Kooperation auf diesem Gebiet.

In einer Rede vor der 19. Sitzung des UN-Menschenrechtsrates in Genf erklärte Mohammad-Javad Larijani am Montag, Iran werde niemals zulassen, dass menschenrechtliche Instrumentarien der Vereinten Nationen zu Werkzeugen in den Händen der USA und westlicher Länder werden, um auf gegnerische Staaten wie Iran politischen Druck auszuüben.

Zum kürzlich veröffentlichten Bericht des UN-Sonderberichterstatters für Menschenrechte in Iran, Ahmad Shaheed, sagte Larijani, der UN-Beauftragte habe es nicht vermocht, der Welt ein reales Bild von Iran zu vermitteln. Weiterlesen

Irans „Press TV“ darf in Großbritannien nicht mehr senden

RFE/RL, 20. Januar 2012 – Der iranische Sender Press TV wird aus der Fernsehlandschaft Großbritanniens verschwinden. Die britische Medienregulationsbehörde hat dem Sender die Lizenz entzogen. Der staatliche iranische Nachrichtensender, der in englischer Sprache berichtet, wird am 20. Januar von der Satellitenplattform Sky TV verschwinden. Auf seiner Webseite bezeichnete Press TV den Schritt als „ein klares Beispiel für Zensur“.

Die Medienregulierungsbehörde Ofcom erklärte, die redaktionelle Kontrolle über Press TV gehe von Teheran aus, nicht von London. Der Sender habe es versäumt, seine Lizenz entsprechend anzupassen. Press TV sei zudem eine Geldstrafe in Höhe von 154.700 Dollar schuldig geblieben, die verhängt worden war, nachdem er ein Interview mit dem [damals] inhaftierten Newsweek-Journalisten Maziar Bahari ausgestrahlt hatte. Das Interview war unter Zwang geführt worden.

Reuters

Übersetzung aus dem Englischen
Quelle: Radio Free Europe/Radio Liberty

 

Ahmadinejad-Berater wegen Beleidigung des iranischen Führers verurteilt

Ali Akbar Javanfekr

RFE/RL, 15. Januar 2012 – Ein iranisches Gericht soll den Presseberater von Präsident Mahmoud Ahmadinejad wegen Beleidigung des obersten Führers Ayatollah Ali Khamenei zu einem Jahr Gefängnis verurteilt haben.

Nach Angaben der konservativen Webseite Mashregh News sei Javanfekr zudem „der Mitgliedschaft in politischen Parteien, Gruppierungen und Vereinen enthoben worden und dürfe sich fünf Jahre lang nicht mehr im Bereich Medien betätigen.“ Wie und wann Javanfekr, der die amtliche Nachrichtenagentur IRNA leitet, Khamenei beleidigt hat, wird nicht erwähnt. Weiterlesen

Studenten protestieren gegen Auftritt des Chefs der staatlichen Zeitung „Keyhan“

Hossein Shariatmadari

Zamaaneh, 15. Dezember 2011 – Studenten der Teheraner Abbaspour-Universität haben vor Kurzem gegen eine Ansprache des Direktors der staatlichen Zeitung Keyhan, Hossein Shariatmadari, protestiert. Iranischen Medienberichten zufolge war Shariatmadari anlässlich des iranischen Tages der Studenten [7. Dezember] auf Einladung von studentischen Basijis an der Universität zu Gast.

In seiner kurzen Rede sprach Shariatmadari über den sogenannten „Aufruhr“ der Proteste nach der Wahl von 2009.  Zersetzerische Elemente hätten versucht, eine amerikafreundliche Bewegung ins Leben zu rufen, erklärte er. Weiterlesen