Archiv der Kategorie: (unfreiwillig) Komisches

Nachrichten aus der iranischen Zivilgesellschaft – 14. August 2012

Arseh Sevom, 14. August 2012 – Themen dieser Ausgabe: Medien und Regierung ignorieren Erdbeben in der Provinz Aserbaidschan | Soziale Medien und NGOs ergreifen Initiative für Erdbebenopfer | Studentenvereinigung appelliert an Khamenei | Wasserpfeifen zu Sportgeräten | Weizenimporte aus den USA verdoppelt?| „Iran Tribunal“: Massenhinrichtungen der 1980er Jahre erstmals offiziell erwähnt | Das besondere Studium: Islamische Rechtswissenschaften für den Weltraum

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Iran filtert Khameneis Anti-Filter-Fatwa

Ali Khamenei: Filtere nicht, sonst wirst du gefiltert

RFE/RL, 9. Mai 2012 – Der iranische oberste Führer Ali Khamenei ist offenbar zum jüngsten Opfer der Internet-Zensur in der Islamischen Republik geworden, die er zuvor selbst gebilligt und abgesegnet hatte.

Wie die Webseite Tabnak berichtet, wurde Khameneis „Fatwa“ über das Verbot der Nutzung von Anti-Filter-Software in Iran im Land selbst nun blockiert – offenbar, weil seine Äußerung das Wort „Antifilter“ beinhaltet und somit automatisch vom Zensursystem blockiert wurde.

Die konservative Webseite schreibt dazu: „Dass eine (religiöse) Anordnung gefiltert wird, wirft ein so schlechtes Licht auf die Exekutive, dass die gesamte Philosophie des Filterns dadurch in Frage gestellt werden kann“. Weiterlesen

Von Pappe: Khomeinis Rückkehr aus dem französischen Exil

RFE/RL, 1. Februar 2012 – In Iran haben die jährlich stattfindenden „Zehn Tage der Morgendämmerung“ zum Jahrestag der siegreichen Revolution von 1979 begonnen. Begleitet wurden die Feierlichkeiten in diesem Jahr von einer höchst ungewöhnlichen Zeremonie im Gedenken an die Rückkehr des Begründers der Islamischen Republik, Ayatollah Rouhollah Khomeini.

Dabei wurde Khomeinis Ankunft in Iran am 2. Februar 1979 in einer Maschine der Fluggesellschaft Air France mit Hilfe einer Pappfigur nachgestellt. Weiterlesen

Voll im Trend: Witze über Wächterratschef Jannati

RFE/RL, 24. Januar 2012  – „Ayatollah Ahmad Jannati, der Vorsitzende des mächtigen Wächterrats, ist der älteste Mann Irans. Niemand weiß, wann er geboren wurde. Er soll schon vor Adam und Eva auf der Erde gelebt haben…“ Das ist der Tenor unzähliger Witze über den führenden Geistlichen, der etwa Mitte Achtzig ist.

„Jannati ist im Besitz eines Exemplars der Thora mit Moses‘ Unterschrift“ heißt es in einem dieser Witze. In einem anderen sagt Jannati im Gespräch mit Wissenschaftlern: „Für euch ist der Urknall nur eine Theorie. Für mich ist er eine Erinnerung!“ In einem weiteren Witz spricht Ayatollah Jannati mit der Nachrichtenagentur Fars News über seine Erinnerungen an das Aussterben der Dinosaurier. Weiterlesen

Ahmadinejad von protestierendem Arbeiter mit Schuh beworfen

Mahmoud Ahmadinejad

Zamaaneh, 12. Dezember 2011 – Bei einer öffentlichen Gedenkzeremonie für einen verstorbenen früheren Minister ist Mahmoud Ahmadinejad mit einem Schuh beworfen worden. Iranischen Medienberichten zufolge hatte der iranische Präsident heute in Sari an einem Gottesdienst für Ali Kordan teilgenommen.

Wie die Webseite Khabar Online berichet, wurde Ahmadinejads Ansprache von einigen entlassenen Textilarbeitern unterbrochen, die gegen ausstehende Lohnzahlungen protestierten. Weiterlesen