Archiv der Kategorie: Blogeinträge

Reza Khandan: Nasrins Haft in Trakt 209 ist absolut gesetzeswidrig

Reza Khandan

Sonntag, 12. November 2012 – Eintrag aus der Facebook-Seite von Reza Khandan, dem Ehemann der inhaftierten iranischen Menschenrechtsanwältin Nasrin Sotoudeh, die im Teheraner Evin-Gefängnis in Einzelhaft sitzt und sich seit 27 Tagen im Hungerstreik befindet.

„Viele Freunde und Unterstützer haben mir Nachrichten geschickt und mich gefragt, wie es Nasrin geht, ob wir Neuigkeiten von ihr haben oder mit ihr telefonieren konnten. Weiterlesen

Reza Khandan: „Das Ende von Nasrins Hungerstreik ist unsere höchste Priorität“

Eintrag auf der Facebook-Seite Reza Khandans

(Reza Khandan ist der Ehemann der inhaftierten iranischen Menschenrechtsanwältin Nasrin Sotoudeh, die ihren Hungerstreik im Evin-Gefängnis heute vor 13 Tagen begann.)

„Ich erinnere mich, wie vor ein paar Jahren ein guter Freund in den Hungerstreik trat. Ich sagte im Scherz zu Nasrin: ‚Warum essen die Leute, die einen Hungerstreik planen, so wenig? Sie sollten lieber mehr essen und stärker werden, um ihre Zeit hinter Gittern besser ertragen zu können.‘ Weiterlesen

Nasrin Sotoudeh setzt Hungerstreik trotz eines Familienbesuches fort

roze sheshom copyPersian Icons, 22. Oktober 2012 – Übersetzung eines Eintrags auf der Facebook-Seite Reza Khandans, des Ehemannes der inhaftierten Menschenrechtsanwältin Nasrin Sotoudeh, die sich seit nunmehr 6 Tagen im Hungerstreik befindet:

„Obwohl unsere Besuchstage im gesamten letzten Jahr nie mit den Besuchstagen ihrer Zellengenossinnen zusammengefallen sind, durften wir Nasrin heute endlich besuchen.

Nasrin setzt ihren Hungerstreik fort und begründet dies damit, dass ihre Bitte um Änderung unseres Besuchstages (wegen terminlicher Überschneidungen der Besuchszeit mit dem Stundenplan unserer Tochter Mehraveh) nur ein Teil ihrer Hauptforderung war, dass die Justiz den erbarmungslosen Druck auf ihre Familie beendet. Weiterlesen

Offener Brief an die EU- Außenministerkonferenz

Sehr geehrte Damen und Herren,

die EU-Außenminister werden am 23. Januar in Brüssel über weitere Sanktionen gegen den Iran entscheiden Nach Angaben der EU-Diplomaten werden sie im Streit um das Atomprogramm des Irans Sanktionen vorbereiten, die den Finanzsektor des Irans „schwer treffen“ sollen.

Es ist mehr als verständlich, dass sich die Weltgemeinschaft durch das fragwürdige und verdächtige Atomprogramm des iranischen Regimes bedroht fühlt und versucht die Regierung in Teheran mit Sanktionen und Embargos davon abzuhalten ihre Kernkrafttechnologie weiterzuentwickeln.

Doch sollten diese Sanktionen gezielt das Regime treffen und nicht das ohnehin schon unterdrückte leidende Volk; denn das iranische Regime ist nicht nur eine Bedrohung für die westlichen Staaten, sondern vielmehr und vor allem für die eigene Bevölkerung im Iran.

Die Menschen leiden tagtäglich unter der verantwortungslosen Innen- und Außenpolitik der islamischen Regierung. Die schon seit der Gründung der Islamischen Republik bestehenden Repressionen haben nach den gefälschten Präsidentschaftswahlen von 2009 an Schärfe und Brutalität zugenommen. Verhaftungen, Folter, Vergewaltigungen und Hinrichtungen sind mehr und mehr an der Tagesordnung. Im Iran wird im Schnitt alle 8Stunden ein Mensch hingerichtet, fast alle ausschließlich politische Gefangene, davon viele noch Minderjährige. Weiterlesen

Oroumiyeh: Unbestätigte Berichte über Gewalt und Todesopfer bei neuen Protesten (Saeid Pourheydar)

Foto: Jaras

3. September 2011 – Dieser [bisher unbestätigte] Bericht wurde auf dem Weblog des Journalisten Saeed Pourheydar veröffentlicht.

Bürgerkriegsähnliche Zustände in Oroumiyeh – Sicherheitskräfte schießen direkt auf Demonstranten – Hunderte verhaftet

Mindestens 13 Demonstranten sollen verletzt und ins Matrahi-Gefängnis in Oroumiyeh gebracht worden sein. 4 Demonstranten sollen in kritischem Zustand sein. Informationen aus anderen Krankenhäusern sind zur Zeit nicht erhältlich.

Augenzeugen beschreiben das Ausmaß der von den Sicherheitskräften angewandten Gewalt als jenseits jeder Beschreibung. Es sollen weit mehr Demonstranten auf der Straße gewesen sein als in den vergangenen Wochen. Weiterlesen