Archiv der Kategorie: Deutschsprachige Medien

Hörtipp HEUTE: Die verborgene Opposition – Iranische Studierende und die zweite islamische Kulturrevolution (WDR)

Wiederholung heute, 20:05 Uhr, bei WDR 5
Der Beitrag verwendet auch Material aus diesem Blog

„Im Iran herrscht gespenstische Ruhe. Dabei war es die iranische Studentenbewegung, die 2009 mit Massenprotesten ein Beispiel gab für die Nutzung neuer Medien im Widerstand gegen autoritäre Regimes. Doch während die Proteste in Tunesien oder Ägypten politisch Wirkung zeigten, wurden sie im Iran blutig niedergeschlagen.

Es folgte die bis heute andauernde radikale Islamisierung des Bildungssystems: Schulbücher werden umgeschrieben, Bücher und Filme zensiert und verboten, Zeitungen und Zeitschriften geschlossen, Facebook und Twitter verboten. Nach 30 Jahren eine zweite islamische Kulturrevolution! Wie reagieren die Studierenden auf ihre totale Überwachung?“

Quelle: WDR 5

Iranischer Aids-Arzt aus politischer Haft entlassen

Arash Alaei

Neue Zürcher Zeitung, 29. August 2011– Der bekannte iranische Aidsspezialist Arash Alaei ist nach mehr als drei Jahren in Haft aus dem Gefängnis entlassen worden. Er war unter den 100 politischen Gefangenen, die anlässlich des Endes des islamischen Fastenmonats Ramadan von Irans geistlichem Führer Ali Khamenei begnadigt wurden.

Das gab sein jüngerer Bruder Kamiar Alaei bekannt. Auf seiner Facebook-Seite schrieb Kamiar Alaei, er danke allen für ihre Unterstützung.

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Beitrag im ZDF-Heute-Journal über das Verschwinden von Maryam Majd

ZDF, 29. Juni 2011 – Maryam Majd, eine der bekanntesten Sportfotografinnen in Iran, hatte einen Traum: Sie wollte unbedingt zur Frauen-WM der Fußballerinnen nach Deutschland. Doch sie wurde vom Regime in Teheran verhaftet.

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Iranischer Film beim Beiruter Filmfestival verboten

Deutschlandradio Kultur, 22. Juni 2011 – Beim „Beirut International Film Festival“ gibt es eine Reihe mit dem Namen „Verbotene Filme“. Dort werden Werke gezeigt, deren Ausstrahlung in den vergangenen Jahren von der Zensur untersagt worden war. Dazu sollte diesmal auch der iranische Film „Green Days“ gehören. Doch das haben nun die libanesischen Behörden verboten. Das teilte die Leiterin des Festivals, Colette Nawfal, mit. Sie vermutet hinter der Entscheidung Druck aus dem Iran. – In „Green Days“ erzählt Regisseurin Hana Makhmalbaf die Geschichte eines Mädchens, das mit sich mit Teilnehmern der Proteste im Iran 2009 trifft. Damals demonstrierten hunderttausende Iraner gegen die Wiederwahl von Präsident Mahmud Ahmadinedschad.

Quelle: http://www.dradio.de/kulturnachrichten/201106221800/16

Alltag im Iran zwei Jahre nach den Protesten von 2009

(Archivfoto)

Von Jörg-Christian Schillmöller

DRadio, 12. Juni 2011– Es gibt den offiziellen Iran – den der offiziösen Statements, den der Politiker und Geschäftsleute. Und es gibt den inoffiziellen Iran – den Iran der Taxifahrer und ihrer Kunden. Sie haben Angst zu reden, weil sie nicht sagen dürfen, was sie denken, aber sie tun es trotzdem.

„Die Menschen hier sind sehr damit beschäftigt, für ihr Auskommen zu sorgen. Sie haben Angst, auf die Straße zu gehen und zu demonstrieren. Denn wer sorgt für ihre Familie, wenn sie im Gefängnis sitzen? Ich habe damals nach der Wahl auch viele SMS bekommen, also dass ich an dieser oder jener Kundgebung teilnehmen soll, und ich habe gesagt: Ich kann nicht, wirklich. Denn wenn ich jetzt verhaftet werde und mir was zustößt: Wer sorgt dann für meinen Lebensunterhalt?“

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