Massaker von 1988 im Iran

Veröffentlicht von Jahanshah Rashidian am 10. August 2010

Kurz nach der iranischen Revolution von 1979 startet die Todesmaschine der Islamischen Republik Iran. Es beginnt mit Monarchisten und übrig gebliebenen Funktionären und Offiziere des alten Regimes, dann folgten unterschiedliche linksorientierte Gruppen und Volksmujahedin. Die Ereignisse erreichen ihren Höhepunkt im Sommer Jahr 1988 und dauern drei Monate.

Der Gründer der islamischen Republik Iran, Ayatollah Khomeini, nimmt kurz nach dem Iran-Irak Krieg, den Beschluss der UN-Resolution 598 des Waffenstillstandes im Juli 1988 und dem Ende des Krieges mit Irak an. Gleichzeitig ordnete er einen Fetwa an – religiöses Dekret -, um politische Häftlinge im Iran zu vernichten. Er gründete einen Ausschuss, in dem er bestimmte einige Mullahs einsetzte, um die Hinrichtungen der politischen Gefangenen zu organisieren. Einige Worte von Islamischen Bücher zitierend “Aschadan ala‘al-Kofar“ forderte er den Todesauschuss auf „ohne Gnade gegen die Feinde des Islams vorgehen.“

Zunächst dachten alle, dass der Todesfatwa ausschließlich auf Häftlinge der Volksmojahedin, eine bewaffnete islamische Oppositionsgruppe, die sich von den Mullahs abgewendet hatten und beim „Feind“ Saddam um Asyl suchten. In der Tat, der Todesfatwa richtet sich gegen politische Häftlinge unabhängig vom Glauben oder politische Zugehörigkeit.

Weiterlesen

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s