Staatliche iranische Nachrichtenagentur warnt vor bewaffneten Angriffen

Zamaaneh, 20. Februar 2011 – Die den iranischen Revolutionsgarden nahestehende Nachrichtenagentur Fars News Berichte veröffentlicht, in denen behauptet wird, dass „Volksverhetzer und Monafeghin“ für heute bewaffnete Angriffe auf das Regime der Islamischen Republik planen. Mit dem Ausdruck „Monafeghin“ meint das iranische Establishment die im Exil befindliche Dissidentengruppe der Volksmojahedin [MKO], die sie als terroristische Gruppe bzw. „Monafeghin“ [Heuchler] bezeichnet.

„In den letzten Tagen sind mehrere Zellen der Monafeghin ins Land eingedrungen; sie wollen eine Atmosphäre der Gewalt herstellen und im Falle von Versammlungen unsere Landsleute töten“, heißt es in den heutigen Meldungen von Fars News.

Der Bericht behauptet, dass die Ermordung von Sane Jaleh und Mohammad Mokhtari am vergangenen Montag ebenfalls auf das Konto von „Feinden der Revolution“ geht. Die beiden jungen Männer waren am 14. Februar bei Demonstrationen der Regierung erschossen worden. Die Opposition macht die Sicherheitskräfte für ihren Tod verantwortlich.

Die iranische Opposition hat für heute zu friedlichen Demonstrationen im Gedenken an Jaleh und Mokhtari aufgerufen.

In einem offensichtlichen Versuch, weiteren Feindschaften den Weg zu ebnen, schreibt Fars News: „In den letzten Tagen haben die Monafeghin von innerhalb und außerhalb Irans die Menschen kontaktiert und sie ermutigt, heute auf die Straße zu gehen.“

Am Montag waren die Menschen in Teheran [und anderen iranischen Großstädten] einem Demonstrationsaufruf der beiden Oppositionsführer  [Moussavi und Karroubi] auf die Straße gegangen, um ihre Solidarität mit den Aufständen in der arabischen Welt kundzutun. Als die Regierungskräfte Gewalt anwendeten, verwandelte sich die Demonstration in eine Protestkundgebung gegen die Regierung.

Nun hat die Opposition für heute eine neue Demonstration angesetzt. Während  Oppositionsführer Mir Hossein Moussavi seit Montag unter striktem Hausarrest steht und nicht mehr mit der Außenwelt kommunizieren kann, hat sein Berater Ardeshir Amirarjomand die Revolutionsgarden, die Basijis und die Sicherheitskräfte aufgerufen, sich der Gewalt zu enthalten und die friedlichen Proteste der Menschen zu unterstützen.

Veröffentlicht bei Radio Zamaaneh am 20. Februar 2011
Quelle (Englisch): http://radiozamaneh.com/english/content/iranian-state-news-agency-warns-against-armed-confrontations

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